»Mach ich nicht, gibt’s nicht!«

Feuerwehrkommandantin Monika Leidinger, 50 Jahre, Hausfrau, Gattin eines Unternehmers

Schon als Mädchen wollte Monika Leidinger gern zur Feuerwehr, damals undenkbar. Doch es kam zur unerwarteten zweiten Chance. Als immer mehr Mädchen, unter anderem die eigene Tochter, zur Feuerwehrjugend in Taufkirchen an der Trattnach kommen wollten, suchte man eine Betreuerin. Frau Leidinger erklärte sich dazu bereit. »Als Quereinsteigerin hab ich die Grundausbildung gemacht. Natürlich war alles neu, die anderen waren zum Großteil im Alter meiner Kinder, außerdem musste ich wieder lernen – alles in allem eine sehr positive Umstellung.« Nach sechs Jahren als engagierte Feuerwehrfrau wird Monika Leidinger zur stellvertretenden Kommandantin gewählt, kurz danach muss der Kommandant unfallbedingt abtreten und Frau Leidinger wird Kommandantin, zuerst provisorisch, dann – bei der nächsten Wahl – in ihrem Amt bestätigt: »Frauen in der Feuerwehr, vor allem in der Feuerwehrjugend, sind mittlerweile weit verbreitet. Die Mädchen und Frauen sind sehr engagiert, ehrgeizig. Das motiviert die Männer noch zusätzlich. Allerdings gibt es noch immer Feuerwehren, die keine Frauen dabei haben. Bei uns arbeiten alle gut zusammen. Natürlich kann nicht jeder alles machen, aber ich kenne meine Mannschaft und es gibt immer genug zu tun, wo körperliche Kraft keine Rolle spielt. Die Frauen sind überall mit vollem Einsatz dabei: ‚Mach ich nicht‘ gibt’s nicht.«

Veröffentlicht im Magazin „Welt der Frau“, November 2011 – Text: Maria Sigl, Foto: Mona Lorenz

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