Das Miss Bizzy-Prinzip

 

Ein heißer Sommertag im August 2016, trotz der Hektik kurz vor dem Erscheinungstermin ihres Buches „Das Miss Bizzy Prinzip. Erfolgreich Gründen für kreative, intuitive Köpfe“ findet Alexandrea Abbrederis Simpson Zeit für meine Fragen:

Wie beschreibst du „Das Miss Bizzy-Prinzip“ in 3 Sätzen?

Miss Bizzy ist Unternehmensberatung für intuitive und kreative Köpfe. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Fokussieren und Kreativsein nicht gleichzeitig möglich ist. Ich zeige vielfältige Methoden, wie man sich komplexen wirtschaftlichen Themen sinnesorientiert nähern kann.P1120518

Wo sind Intuition und Kreativität für dich als Unternehmerin wichtig?

Ich war Gründungsberaterin für Kleinstunternehmen am Wifi. Da ist mir aufgefallen, wie oft Theorie und Praxis auseinander driften. Man darf sich als GründerIn auf Kreativität und Talent verlassen. Es ist ganz wesentlich, Vertrauen in den eigenen Weg zu haben – selbst wenn der sehr unkonventionell ist.

Was liegt dir als Unternehmerin besonders am Herzen?

Mir macht es viel Freude Menschen zu ermutigen, ihrer inneren Stimme zu folgen. Ich möchte ihnen die Basics für ein selbstbestimmtes Berufsleben in die Hand geben. Neben analytischen, strukturierten Arbeiten, ist es auch für mich wichtig, dass ich meiner Kreativität und Intuition folgen kann.

Praktisches Beispiel: Wie kann mir „Das Miss Bizzy-Prinzip“ helfen, sorgfältige Stundenaufzeichnungen zu machen. Zum Beispiel von 9-10.30 Uhr arbeite ich mit Kunde A, dazwischen hab ich 10 min für Kundin B recherchiert, usw.

Selbst Miss Bizzy erlöst dich nicht von trockenen Arbeiten. Das gehört dazu.

Miss Bizzy hilft dir allerdings bei der Kalkulation. Wie viel will ich verdienen? Wie viel Geld brauche ich? Worauf kann ich verzichten?

Geld ist ein Kernthema. Da helfen kreative Denkübungen sich über die eigene Einstellung Gedanken zu machen. Was brauche ich, damit es mir gut geht? Da gehört Geld dazu, aber noch viel mehr. Wie gut geht es mir, wenn ich von meiner Kreativität leben kann?

Wenn ich für mich meine Position zum Thema Geld gefunden habe, dann fällt es mir auch leichter konsequenter Angebote und Rechnungen zu schreiben.

Miss Bizzy kann durchaus sehr bodenständig sein. Es gibt Themen, an denen ich als UnternehmerIn nicht vorbei komme. Unterschiedliche Herangehensweisen helfen, besser Zugang zu finden und sich nicht davor zu verschließen.

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Miss Bizzy, Alexandrea Abbrederis Simpson

Du hast dein Buch „Miss Bizzy“ mittels Crowd Funding finanziert. Warum? Wieso? Wie war’s?

Ich war zu erst mit klassischen Verlagen im Gespräch, die zeigten durchaus Interesse. Allerdings spürte ich dort nicht die Leidenschaft, die ich erhoffte – vor allem nicht für die aufwendige Gestaltung des Buches. So habe ich mich für den Eigenverlag entschieden.

Großer Vorteil des Crowd Funding ist, dass ich direkt mit der Zielgruppe in Kontakt gekommen bin. Ich hab soviel positives Feedback erhalten. Es ist schnell ein Austausch entstanden und „Miss Bizzy“ ist unter die Leute gekommen. Ich habe kostenlose Workshops angeboten, um die Inhalte erlebbarer zu machen. Mein Crowd Funding Coach Wolfgang Gumpelmaier* hat mich gleich zu Beginn vorgewarnt, dass das eine intensive Zeit werden wird. Das war es auch, allerdings hat das Buch gleich den Markttest bestanden, noch bevor es erschienen ist. Und das beste, unser Ziel – die Finanzierung der Druckkosten – haben wir erreicht.

Wie Miss Bizzys Methode funktioniert, hab ich beim Thema „Stundensatzkalkulation“ gleich ausprobiert. Wie es geklappt hat, findet hier hier.

*www.crowdfunding-service.com

Genauere Infos gibt’s hier: www.missbizzy.net

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Miss Bizzy und das liebe Geld

Das Miss Bizzy  Prinzip (erschienen im August 2016) ist ein Buch für kreative, intuitive GründerInnen. Abstrakte Themen wie Brand Mission, Finanzen, Benchmarking werden von der Autorin Alexandra Abbrederis durch kreative, intuitive Aufgabenstellungen greifbar gemacht. Schritt für Schritt wächst ein eigener Businessplan aus Collagen, Mindmaps und Illustrationen.

Ein Interview mit Alexandra Abbrederis Simpson gibts hier auch.

Money, Money

Ich habe mir in den letzten Tagen das Thema Finanzen näher angeschaut, ganz speziell die Kalkulation des eigenen Stundensatzes.

In meinem Kopf beginnen sich Formeln und Definition auf einander zu stapeln, doch Miss Bizzy beginnt philosophisch: „Was bedeutet Geld für dich?“ Empfehlenswerter Zugang, wenn das Thema Geld sehr emotionsgeladen besetzt ist.

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Das gute Leben

Kernfrage im Kapitel ist „Wie viel brauch ich für ein gutes Leben?“ Da hat alles Platz, was so ein gutes Leben ausmacht. Keine Zahlen, sondern Basics und Träume in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Im Anschluss werden die eigenen Ein- und Ausgaben erforscht. Diese Zahlen bilden dann den Nährboden auf dem ein Baum zu wachsen beginnt. Ohne die üblichen Tabellen bekommt man einen guten Überblick über die eigene Situation. Ich mag die Idee, auf die starre Gegenüberstellung von Ein- und Ausgaben zu verzichten. Keine Angst, arbeitet man die Übungen gut durch, erkennt man Borkenkäfer trotzdem.

Sehr realistisch finde ich auch die Einschätzung der Gesamtarbeitszeit, die für die Stundensatz-Kalkulation verwendet wird. Freiräume für Urlaub, Auslastungsschwankungen, Unvorhergesehenes, Inspiration. Dann gibt’s doch endlich Formeln für die Berechnung.

Blüten, Blätter, Wurzeln

Miss Bizzy wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass das Thema Geld unausweichlich ist, eigene Übersicht goldwert und man sich an Profis wenden soll. Kreative Arbeit ist wertvoll und muss aufrichtig kalkuliert werden.

Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, ergibt sich ein guter Blick auf das eigene Leben. Wo sind meine Prioritäten? Wie kann ich bei aller Leidenschaft für ein Projekt, ein finanziell stabiles Leben führen? Will ich das?

Was sicher spannend wird, ist der Moment beim Finanzamt, wo man die Ein- und Ausgabenrechnung in Form eines eines Baumes präsentiert…